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miriam steinberg

fotones

Fabian Dehi entzieht sich konsequent den Erwartungen eines linearen Künstlerlebens. Seine Kunst erwächst aus Impulsen – nicht als flüchtige Eingebung, sondern als konsequente Reaktion auf biografische Brüche, emotionale Topografien und ästhetische Grenzbereiche. Nach Stationen in Design, Handwerk und Konzeptkunst kulminiert sein Schaffen heute in einer impulsgetriebenen Malerei, die weder Zufall noch Kontrolle akzeptiert, sondern einen Zustand dazwischen evoziert: Farbe wird zur Trägerin innerer Erregung und EreigniSse, zur physisch aufgeladenen Spur. Die Leinwand ist bei ihm kein Ort der Repräsentation, sondern der energetischen Demonstration. In seiner Arbeit erkennt man Spuren von Künstlern wie Joan Mitchell, Hermann Nitsch, Rupprecht Geiger, Albert Oehlen oder Emil Nolde – aber ohne Epigonentum. Vielmehr dienen diese Figuren als dialogische Projektionsflächen, gegen die sich Dehis eigenes Vokabular schärft: gestischer Furor trifft auf chromatische Überhöhung, intuitive Formauflösung auf disziplinierte Konstruktion.

In dieser Verbindung von Zeit und Bild wird Steinbergs Ansatz fast wissenschaftlich, während er zugleich eine poetische Dimension entfaltet. Die spätere Verarbeitung – das Einbetten der Abzüge in Harzblöcke oder Beton, das Spiel mit Reflexion und Durchlicht – erweitert die fotografische Fläche in den Raum. Das Werk wird zum Objekt, das Licht nicht nur abbildet, sondern selbst emittiert und transformiert. Durch diese Eingriffe entsteht eine zusätzliche Ebene der Wahrnehmung, die das Bild in einen meditativen, fast auratischen Zustand versetzt. Steinbergs Arbeiten vereinen dokumentarische Strenge mit einer radikal subjektiven, kontemplativen Bildsprache. Sie macht sichtbar, dass Landschaft nicht nur topografisch, sondern vor allem atmosphärisch und emotional erfahrbar ist – als Resonanzraum von Licht. Fotones.

Artist
Miriam Steinberg


  • Newcoomer
  • Hohes Sammlerpotenzial

Exhibition
September 2025 Munich,  „LICHT UND LUFT – an aesthetic bang.“


Publikationen
„fotones”, 2025.
163 ONE SIX THREE | art in print Verlag


Arbeiten im Atelier in den Niederlanden.

Zwischen Abstraktion und Dokumentation.

Obwohl Steinbergs Bilder auf realen Landschaften beruhen, wirken sie oftmals abstrakt. Horizontlinien lösen sich auf, Farbflächen überlagern sich, Formen verschwimmen. Diese Abstraktion hat eine Nähe zur Farbfeldmalerei eines Mark Rothko, in deren Leuchtkraft und meditativer Wirkung ebenfalls eine spirituelle Dimension mitschwingt. Zugleich bleibt der dokumentarische Kern erhalten: Die Bilder basieren auf konkreten Orten, auf realen Lichtverhältnissen, auf einem tatsächlich vergehenden Tag. In diesem Spannungsfeld entsteht eine Hybridform – weder rein dokumentarisch noch rein abstrakt, sondern ein poetischer Realismus, der die Wahrnehmung selbst thematisiert.

Landschaft als Resonanzraum.

Seit der Romantik ist die Landschaft ein bevorzugtes Sujet der Kunst, in dem sich Projektionen von Innerlichkeit und Transzendenz spiegeln. Caspar David Friedrichs Gemälde stellten den Naturraum als metaphysisches Gegenüber dar, in dem sich das Subjekt selbst verorten konnte. Steinberg knüpft in gewisser Weise an diese Tradition an, verschiebt aber den Fokus: Es geht nicht um die Darstellung der Landschaft als solche, sondern um die Wahrnehmungsbedingungen, die Landschaft als ästhetische Erfahrung erst möglich machen. Ihre Fotografien dokumentieren nicht Berge, Horizonte oder Flussläufe in präziser Schärfe, sondern sie übersetzen die Atmosphären, die jene Orte durch das wechselnde Licht erfahren. Landschaft wird zum Resonanzraum, in dem die Flüchtigkeit des Moments eingeschrieben bleibt.

Die Künstlerin im Arbeitsprozess.

ANALOG N°11 (2023), Größe: 42 x 42 cm, Giclée print – resin, wooden frame

Es ist nicht die Landschaft Allein die mich interessiert, sondern die Bedingungen ihres Erscheinens –
meine Arbeiten sind Lichtpartikel, Zeitkapseln und Resonanzräume zugleich.

Detail von ANALOG N°11 (2023), Größe: 42 x 42 cm, Giclée print – resin, wooden frame

Ich dokumentiere nicht die Landschaft, sondern das Licht, das sie durchzieht

exhibitions und bio

2025

Groupexhibition de Kunstkamer (Leiden, NL) – Apr/Aug

2024

NockNock Art fair (Amsterdam, NL) – Nov Glasgow Gallery of Photography, Analogue groupexhibition (online) – Aug Solo exhibition THUD-studio (Amsterdam, NL) – Apr Bargaleta contemporary art foundation (online) – Feb

2023

Groupexhibition MicksArts Gallery (Emmen, NL) – Oct/Dec Groupexhibition (Privas, FR) – May LensCulture Editors’ pick art photography awards The Unknown Runner Documentary & app (independant film production) Release: 25 September 2013 Distribution: espressomedia.co.uk Film & trailer: espressomedia.co.uk/unknown-runner/ Producer | Concept development | App design

Das Licht ist der wahre Künstler. Miriam Steinberg (*1975, Niederlande) ist eine niederländische Künstlerin, die an der Schnittstelle von Fotografie, Malerei und Lichtkunst arbeitet. Nach ihrem Studium an der Design Academy und an der Rietveld Akademie begann sie ihre Laufbahn zunächst als Grafikdesignerin, bevor sie ihre künstlerische Praxis ab 2020 ganz der Fotografie widmete. Ihre Arbeiten entstehen im Spannungsfeld von analoger und digitaler Technik: Mehrfachbelichtungen, Zeitüberlagerungen und atmosphärische Schichtungen verdichten sich zu Bildern, die weniger Landschaft im klassischen Sinn zeigen, sondern die Bedingungen ihrer Wahrnehmung – Licht, Zeit und Resonanz.

Indem Steinberg ihre Fotografien in Materialien wie Beton oder Resin einbettet, verwandelt sie das zweidimensionale Bild in ein Objekt, das selbst Licht reflektiert und in den Raum hinein ausstrahlt. Damit wird Fotografie für sie nicht bloß Abbild, sondern materielles Ereignis. Ihre Werke besitzen eine dokumentarische Strenge und zugleich eine meditative Qualität – Räume der Stille, die kontemplativ wirken und die Emotionalität des Lichts spürbar machen.

In den vergangenen Jahren zeigte sie ihre Arbeiten in unterschiedlichen Kontexten: 2024 unter anderem auf der NockNock Art Fair in Amsterdam sowie in einer großen Einzelausstellung im THUD-Studio in Amsterdam. Bereits 2023 war sie in Gruppenausstellungen in Emmen (NL) und Privas (FR) vertreten. Internationale Aufmerksamkeit erhielt sie zudem durch die kontinuierliche Präsentation des von ihr mitproduzierten Dokumentarfilms The Unknown Runner, der seit 2012 weltweit gezeigt wird und bis heute auf Plattformen wie Netflix, Disney+ und Amazon Prime verfügbar ist.

Miriam Steinberg lebt und arbeitet in  den Niederlanden und Frankreich.

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konsum163
contemporary art gallery
Office:
81827 München
Mondseestraße 23
0049 / 176 4125 9443
curator@konsum163.art+

Urban Gallery Tiber
in Kooperation mit
Galleria Tibaldi
Via Panfilo Cas

Copyright: konsum163 – contemporary art gallery 2022

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