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olaf auser

faces and traces

Wer unvorbereitet auf die Plastiken des Künstlers Olaf Auser trifft, wird überrascht sein von der Detailgenauigkeit, Feinheit und Individualität der abgebil-deten Figuren. Olaf Auser beherrscht es mit einer geradezu renaissancehaften Kunstfertigkeit, einen neuen Realismus der Jetzt-Zeit zu formen. Spiegel-bildartig, augenblickshaft und Déjà-vu-verdächtig sind die meisten seiner geformten Protagonisten. Figuren, die für den Betrachter in unergründlichen Abenteuern verwickelt zu sein scheinen – Menschen wie du und ich, Menschen, die ihr Inneres nach außen gekehrt haben und ihre innersten Seelenpunkte offen zur Schau tragen.

Die Ausdruckskraft von Gesichtern steht im Zentrum des künstlerischen Schaffens von Olaf Auser. „Köpfe faszinieren mich seit jeher. Schon als Zehnjähriger ging ich unbedarft zum Friedhof und verlangte von den Totengräbern, dass sie mir einen Schädel geben. Natürlich Blödsinn, aber das Faszinosum Kopf hat mich seitdem nicht mehr losgelassen. In Gesichtern spiegelt sich das ganze Leben wider – faces and traces – das reimt sich nicht nur, das gehört auch zusammen, und so ist er ein regelrechter Headhunter und He(a)donist geworden.

Artist
olaf auser


  • International erfolgreich
  • Wird international gehandelt

Publikationen
faces and traces
163 ONE SIX THREE | art in print Verlag


STILTWALKER COUPLE; Ton, Gips, Holz, Acryl, Graphit, bemalt © Olaf User

headhunter
headonist,
kopf-schmerz
max-headroom ...

 Ein entscheidender Faktor für die Ausdruckskraft des figurativen Werks von Olaf Auser liegt in einer traumatischen Erfahrung begründet, die seine Thematik und Vorgehensweise nachhaltig geprägt hat. Seine auf den ersten Blick durchaus freundlich und positiv oder vielleicht auch etwas träumerisch wirkenden, hochrealistischen Figuren ergänzt er mit Attributen, die Einfluss auf die situative Gestik der Figuren nehmen. Überforderung, Ratlosigkeit, Schmerz, aber auch Losgelöstsein kommen hier zum Ausdruck. Olaf Auser selbst nennt diesen Prozess „Statustransfer“ und meint damit den Abbau von Ängsten durch das Prinzip von Bild und Gegenbild, vereint in einer Skulptur. 

Der Künstler und sein GREAT JUGGLER im Entstehungsprozess 2024  ©  konsum163

kopfgeburt – the great juggler

olaf auser

Der Zyklus „Panoptikum“ mit König, Philosoph und Schädel ist ein bemerkenswertes Seelen-Triumvirat. Die Protagonisten wirken wie aus dem Leben gerissene Figuren, die unwissentlich in der Comedia dell‘arte eine sie überfordernde Rolle spielen müssen. Ein Sinnbild für unseren täglichen Wahnsinn? Mehr Sein als Schein oder doch nur Karneval? Der König jedenfalls macht keinen glücklichen Eindruck.

KINGS FATE. AM I A KING BECAUSE I HAVE A CROWN, Gips, Gesso, Acryl, Graphit, bemalt, B 37 x T 27 x H 57 cm  © Olaf Auser

KINGS FATE. AM I A KING BECAUSE I HAVE A CROWN (Fotografie mit Korrekturen während des Entstehungsprozesses ) © Olaf Auser

Das Atelier des Künstlers in der Nähe von Frankfurt am Main, 2024 © konsum163

kopfgeburten

THE GREAT JUGGLER, EVERYTHING IS FINE TODAY – SYNAPSENSCHLEUDER, Gips, Holz, Edelstahl, Gesso, Acrylfarbe, bemalt, B 21 x T 21 x H 57 cm  © Olaf Auser

EVERYTHING IS FINE

olaf auser

“THE GREAT JUGGLER” (Ausschnitt)

faces and traces

Verschiedene Arbeiten des Künstlers  © Olaf Auser

aus(s)er-
ordentlich

2024

exhibitions und bio

2024

MENSCHENSKIND – just look at you, Olaf Auser, Janina Bruegel & Gottfried Römer, konsum163, München

Olaf Auser, geboren 1962 in Berlin, entdeckte schon früh seine Leidenschaft für Kunst und Gestaltungsprozesse. Seine bildhauerischen Versuche begannen bereits im Alter von 12/13 Jahren mit Gasbeton. Mit 15 Jahren gründete er eine Künstlergruppe in Aschaffenburg und widmete sich verstärkt den Themen Radierungen und Malerei. Seine Arbeiten wurden in ersten Gruppenausstellungen gezeigt. Nach einer Ausbildung zum Buchdrucker sowie einem einjährigen Designpraktikum wurde Olaf Auser an der renommierten Hochschule für Design und Gestaltung „Mathildenhöhe“ in Darmstadt aufgenommen. Während des Studiums gründete er bereits die erste Designagentur. Mit dem Millennium fiel die Entscheidung, verstärkt künstlerisch zu arbeiten, insbesondere im bildhauerischen Bereich. In dieser Zeit entstand die pragmatische Werkreihe „Kopf“, die sich mit der Möglichkeit bzw. Unmöglichkeit darstellerischer Fragen auseinandersetzte, vor allem mit dem Augenblick, der einzufangen eine schiere Unmöglichkeit darstellt und entsprechend in der Reduktion endet. Nach folgenschweren Zäsuren im Jahr 2019 fand ein Wandel im künstlerischen Denken statt. Um unter anderem psychische Veränderungsprozesse konkreter darstellen zu können, wurden die Arbeiten zunehmend figurativer. Charakteristisch für den Künstler ist die langwierige Auseinandersetzung mit Themenwelten sowie seine langsame und intensive Arbeitsweise mit Gips.

Olaf Auser lebt mit seiner Frau in einem Rückzugsort, ihrem „Retreat“, unweit von Frankfurt am Main. Seine Werke sind in verschiedenen Privatsammlungen weltweit vertreten.

Copyright: konsum163 – contemporary art gallery 2022

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