brigitte oberlik-burtscher

super.b

Brigitte Oberlik-Burtscher ist nicht laut. Sie schreit nicht. Und doch wirkt alles an ihrer Malerei wie ein Ausrufezeichen. Farbe? Super. Geste? Super. Haltung? superB, Super.B. Ihre Malerei ist eine Hommage an das Unmittelbare – an das, was nicht nach Erklärung verlangt, sondern nach PASSION. Superfarbig, supergestisch, superbefreit. Doch diese Überhöhung ist keine Pose. Sie ist Präzision. Denn Brigitte weiß: Farbe ist nicht Stimmung. Sie ist Entscheidung. Und jede Linie, jeder Strich ist ein Statement – spontan, aber nicht beliebig. In einer Zeit, in der Abstraktion oft zur dekorativen Geste verkommt, ist Brigittes Zugriff ein radikaler.

Sie feiert nicht das Motiv, sondern den Moment. Ihre Malerei ist nicht die Darstellung eines Gedankens – sie ist der Gedanke, in Farbe formuliert. SuperBrigitte heißt: Nicht zurückschauen. Nicht illustrieren. Sondern zulassen, was kommt. Ihre Leinwände vibrieren zwischen Ernst und Ekstase. Zwischen Superstruktur und Superfreiheit. Formal oszilliert sie zwischen freier Setzung und gestischer Verdichtung. Mal blockhaft, mal fließend. Mal schrill, mal zart. Doch immer mit einer Klarheit, die sich nicht erklären muss. Ihre Werke haben Haltung – ohne Pathos. Humor – ohne Ironie. Und eine Körperlichkeit, die nicht abbildet, sondern anwesend ist. Man sieht diese Bilder nicht. Man steht in ihnen. Brigitte malt nicht, um zu gefallen. Sie malt, weil sie es wissen will. Und das ist vielleicht das Supersensibelste an ihrer Supermalerei.

Artist
brigitte-oberlik-burtscher


  • international erfolgreich
  • Hohes Sammlerpotenzial

Exhibition
2024 Munich, „DUAL – zwischen Raster und wildem Strichcode“, konsum163, München


Publikationen
„super.b”, 2025.
163 ONE SIX THREE | art in print Verlag


Arbeiten im Wiener Atelier.

SUPERB. SUPERCOOL. SUPERPOWER. SUPERGIRL.
Radikale Zärtlichkeit, gestische Freiheit und der Beginn eines neuen Kapitels.

Von der Feinstofflichkeit zur SuperCraft. Brigitte Oberlik-Burtscher hat in den letzten Jahren eine Transformation durchlaufen, die in der jüngeren zeitgenössischen Malerei bemerkenswert ist. Wo ihre früheren Werke mit feinen, tagebuchartigen Linien und sensitiver Farbigkeit operierten, entfaltet sich nun eine neue malerische Sprache, die größer, direkter und energetischer ist – ohne jedoch ihre ursprüngliche Tiefe zu verlieren. Die Positionierung SUPER.B markiert diesen Wandel: ein Bekenntnis zur Geste, zur Farbe, zur Klarheit – und zur Kraft, die im Loslassen liegt. Diese Positionierung ist keine stilistische Flucht, sondern die konsequente Weiterentwicklung einer künstlerischen Sprache, die radikal subjektiv bleibt und gleichzeitig universell resoniert.

Supergirl: Zwischen Ernsthaftigkeit und Befreiung.

Haltung. In einer Kunstwelt, die expressive Malerei oft als männlich konnotiert, setzt Oberlik-Burtscher ein selbstbewusstes Gegengewicht. Ihre Bilder sind nicht laut, um zu imponieren – sie sind laut, weil sie frei sind. Und sie sind frei, weil sie sich nichts mehr beweisen müssen. Die frühere Ernsthaftigkeit – dokumentiert in ihren tagebuchartigen Arbeiten – transformiert sich hier in eine Souveränität, die sich traut, wild zu sein. Es geht nicht mehr darum, sich zu erklären. Es geht darum, da zu sein. Voll. Jetzt. Unmittelbar. In dieser Haltung liegt auch Nähe zu jüngeren Positionen wie Mary Weatherford oder Julie Mehretu, die sich ebenfalls das Recht nehmen, große, abstrakte Geste mit inhaltlicher Tiefe zu verbinden.

Nachdenken im Atelier.

Frühlingsregen
Aquarell und Kreiden auf Papier, 80 x 120 cm 2025,

 

In Frühlingsregen entfaltet Brigitte Oberlik-Burtscher die expressive Kraft des Aquarells in radikaler Neuinterpretation. Was traditionell mit Leich- tigkeit und Transparenz assoziiert wird, wird hier zur Bühne für gestische Verdichtung, emotionale Dichte und körperlichen Ausdruck. Die Künstlerin transformiert das Medium in ein Feld unmittelbarer Setzung – Tropfen, Linien, Flüsse und rhythmische Zuckungen überlagern sich zu einem vielschich- tigen Ereignis aus Farbe und Bewegung. Formal erinnert das Werk an die Spätphase des Abstrakten Expressionismus, insbesondere an Joan Mitchells impulsive Raumkompositionen oder HelenFrankenthalers flüssige Farblandschaften. Doch Oberlik-Burtscher bricht mit der monumentalen Heroik jener Vorbilder: Ihre Malerei bleibt zutiefst persönlich, rhythmisch, körpernah. Die Farbpalette changiert zwischen erdigem Ocker, leuchtendem Gelb, sattem Violett und expressivem Rot – eine Art chromatischer Frühling im Aufbruch. Vertikale Tropfstrukturen durchziehen das Bild wie Regen- fäden, wobei die physische Spur des Malprozes- ses stets präsent bleibt. Das Werk bewegt sich zwischen Auflösung und Formbildung, zwischen Chaos und kompositorischer Klarheit. Besonders bemerkenswert ist die Art, wie Oberlik-Burtscher Kontrolle und Impuls vereint – ihre gestische Handschrift wirkt wild, aber nie willkürlich. In ihrer Haltung zur Farbe offenbart sich Nähe zu zeitgenössischen Positionen wie Katharina Grosse oder Amy Sillman: Farbe ist hier nicht atmosphärisch, sondern entschieden – sie bedeutet etwas, bevor sie etwas darstellt. Frühlingsregen ist kein Bild, das sich erschließen lässt – es ist ein Zustand, in denman eintritt. Ein emotionales Terrain, ein atmender Raum, der zwischen Zartheit und Aufruhr schwingt.

MEINE MALEREI WAR LANGE EIN INNERER DIALOG – HEUTE IST SIE EIN RAUM, IN DEM ICH ATME.

Frühlingsregen (Ausschnitt)
Aquarell und Kreiden auf Papier, 80 x 120 cm 2025,

SUPERCOOL. Kontrolle im Chaos.

exhibitions und bio

2025
paper positions vienna, represented by konsum163, Wien, Austria
WILDE MISCH’UNG 5, Gruppenausstellung, Pasinger Fabrik, München, Germany ‚
piano forte – solo, Galerie KRAS, Wien

2024
DUAL – zwischen Raster und wildem Strichcode mit Cornelia Bier, konsum163, München
WILDE MISCHUNG, Gruppenausstellung, konsum163, München
Neues Atelier Opening, Paradisgasse, Wien
ONE, Gruppenaustellung, konsum163, München

2023
Strings and Strokes, konsum163, München

2022
Now – There, Van Gogh Art Gallery, Madrid
Galerie KRAS, 1060  Wien, Stumpergasse 16 (Beteiligung)
International Art Fair Luxembourg

2021
Atelier Elisabeth Krainer, 1010  Wien, Petersplatz
Gruppenausstellung Galerie KRAS, Wie
Gruppenausstellung Liebe, love, amour – publicartists 1080  Wien

2020
Gruppenausstellung, art.aqua, Wien

 

2019
KALEIDOSKOP, 50 Jahre Kulturtage Steinfeld

2017
take a breath, Kochatelier Thomas Hüttl,  Wien

 

2016
Monotypien – ein Aha-Erlebnis, M-Zone MAMUZ, Mistelbach

 

2014
VKK Eichgraben, Brigitte Oberlik-Burtscher, Malerei, Sabine Müller-Funk, Glasobjekte

 

2012
Gruppenausstellung, im Fokus, artmark Galerie, Wien

 

2010
Gruppenausstellung Spurwechsel, Diözese St. Pölten
Hauptsache Musik, Gruppenausstellung , Kulturtage Laaben, Brand-Laaben
Gruppenausstellung, , 10 Jahre Galerie am Lieglweg, Neulengbach

2005

Gruppenausstellung, BPW – Private Collection 03 Palais Palffy, Wien

2004
Freies – Gefügtes, Galerie am Lieglweg, Neulengbach
Gruppenausstellung, Hortus Niger Jahresausstellung, Seminar G. Brettschuh Schloß Halbenrain

 

2000
… nach grüner Farb´ mein Herz verlangt … , RLB  Wien
colours . constructions, Studio office + home G. Wurzer, Klagenfurt

 

1999
Neue Räume – Neue Bilder III, Brand-Laaben

 

1998
Farbe . Ordnung . Struktur, Kulturhaus 9754 Steinfeld, Kärnten

 

1997
Farbklänge über Strukturen, Ordnung, Bewegung und Stille, Bank Austria, Wien

 

1996
Galerie der Fa. Siemens und Galerie im Werksgebäude Siemens, Erlangen

Farbe als Sprache, Malerei als Bewegung. Brigitte Oberlik-Burtscher wurde 1957 geboren und lebt und arbeitet in Wien. Nach einem gestalterischen Werdegang im Bereich Innenarchitektur und Design intensivierte sie ihre künstlerische Tätigkeit und fand ihren Ausdruck zunächst in einer zurückhaltenden, fast tagebuchartigen Malweise – geprägt von feinen Linien, sensitiver Farbigkeit und innerer Konzentration. In den letzten Jahren hat sie sich radikal geöffnet: Ihre aktuelle Malerei ist großformatig, gestisch befreit und farblich entschlossen. Sie arbeitet körperlich, direkt, mit Händen, Pinseln, Bewegung – und einem präzisen Gespür für Komposition, das ihrer gestalterischen Herkunft geschuldet ist. Ihre Werke wurden in Einzel- und Gruppenausstellungen unter anderem in Zürich, Berlin, Wien, Paris, Basel und Lausanne gezeigt und befinden sich in privaten Sammlungen im In- und Ausland. Oberlik-Burtscher versteht Malerei nicht als Darstellung, sondern als Ereignis – ein farblicher Zustand zwischen Klarheit, Emotion und Unmittelbarkeit. Brigitte Oberlik-Burtscher hat an vielen internationalen Ausstellungen teilgenommen.